Diesen Vortrag hat Dagmar Tietsch, Physiotherapeutin aus Abbenrode, im Juni 1999 auf dem VELB-Kongress (Vereinigung Europäischer Laktationsberaterinnen) gehalten.
Die Palette der Teilleistungsstörungen in Verbindung mit KISS ist riesig. Die wichtigsten dieser Störungen aus dem Erfahrungsbereich unserer Frühförderung möchte ich hier vorstellen. Manualtherapie bei Teilleistungsstörungen in Verbindung mit KISS ist bei uns ein Bestandteil der Förderung. Fällt ein solches Problem des Kindes in der Diagnostik auf, versuchen wir eine Manualtherapie zu realisieren.
In den letzten sieben Jahren habe ich eine Vielzahl von betroffenen Kindern im Rahmen der Frühförderung gesehen und betreut. Bei uns gibt es neben der Frühförderung auch noch eine orthopädische Sprechstunde, die ich gemeinsam mit einem Orthopäden abhalte, wobei die Kinder mit Problemen der Kopfgelenke vorgestellt werden. Die Patienten erreichen diese Sprechstunde über Zuweisung durch die Kinderärzte, kommen über Mundpropaganda und durch Empfehlung meiner Kollegen. Über diese Möglichkeit hat sich die Flut von Betroffenen deutlich erhöht. Man kann sagen, dass die Kinder mit solchen Störungen immer häufiger zu sehen sind.
Alle dies aufgeführten Formen der Teilleistungsstörungen werden viel zu spät erkannt, so dass eine Behandlung der Probleme des Kindes langwierig wird. Beim Durchsehen der U-Hefte gibt es häufig keine Auffälligkeiten in den ersten Lebensjahren oder minimale Eintragungen wie Entwicklungsverzögerung oder leichte Asymmetrie. Das heißt nicht, dass dieses Kind nichts hatte.
Bei Rückfrage an die Eltern finde ich immer Aussagen, die auf eine KISS-Problematik rückschließen lassen. Sie sind nur nicht erkannt worden. Die Kinder kommen nach der Schuluntersuchung erstmalig zu uns. In dieser Untersuchung fallen Koordinationsprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten, Ungeschicklichkeit, motorische Unruhe, Sprachentwicklungsverzögerungen und andere uns bekannte Probleme auf. Sehen wir die Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren ist es oft die Initiative der Eltern, die sich sorgen um ihr Kind, Betreuer aus Kindergärten und Vorschuleinrichtungen geben den Anstoß oder die Probleme sind so auffällig, dass ein Arzt überweist.
Zu Beginn steht die genaue Anamnese der bisherigen Entwicklung. Im Gespräch mit den Eltern höre ich oft: es war ein unruhiges Baby (Hypotonie) oder es war ein ruhiges Baby, es hatte eine Zuckerseite. Unser Kind hat spät laufen gelernt, aber dann kam die Entwicklung doch noch in Gang. Viele dieser Kinder litten im Säuglingsalter an Essproblemen, Verdauungsstörungen (3-Monats-Koliken) oder waren so genannte Schreibabys. Nach der Vertikalisierung sind viele dieser Patienten eher unfallgefährdet. Häufiges Stürzen ist aufgefallen (fehlende Schutzreaktion); sie haben eine innenrotierten Gang (Gang über die Großzehe), zeigen zu Beginn den sogenannten Sichelfuß, der bei unseren asymmetrischen Kindern eine Kompensationshaltung darstellt und kein physiologischer Sichelfuß ist.
Alle diese Probleme sind uns als Behandler der Manuellen Therapie bestens bekannt. Viele Kinder haben in den ersten 12 Lebensmonaten Krankengymnastik bekommen wegen asymmetrischer Auflage, Seitenbevorzugung, Hypotonie, Tonusregulierungsstörungen oder anderen Diagnosen. Keines dieser Kinder wurde einem Manualbehandler vorgestellt.
Dabei ist es doch so einfach, eine Kopfgelenksblockade zu entdecken. Als Baby reagiert jedes Kind mit einer solchen Problematik sehr böse auf die Rotation des Kopfes zur Seite, aber noch viel heftiger auf die Beugung des Kopfes. Eine weitere Möglichkeit ist der Test der Lagereaktion nach Vojta. Bei größeren Kindern sind motorische Tests wie stehen auf einem Bein, springen von einem Stuhl, balancieren auf einem Strich oder Bank, Ball fangen als Beurteilungsmöglichkeit vorhanden. Der Tastbefund der Kopfgelenke erzeugt ein akutes Schmerzsignal. Egal welche Form der Untersuchung man wählt, das Problem kann erkannt werden.
Leider werden die meisten Betroffenen erst im Schulalter entdeckt. Bis dahin geht den Kindern so viel an Möglichkeiten für Bewegung, Spiel, Wahrnehmung, eben den Entwicklungsmöglichkeiten verloren. Diese Kinder leiden, jedes in seinem Störungsbereich. Unsere Umwelt verhält sich gegenüber diesen Problemkindern immer noch bedeckt. Bevor Eltern und Betreuer zugeben, dass das Kind ein Problem hat, vergehen nicht selten Jahre oder das Problem wird zwar erkannt, aber die Vorgehensweise geht am eigentlichen Grundproblem vorbei. Nicht selten durchlaufen sie viele Diagnostikverfahren (CT, Kernspin, EEG, große orthopädische Behandlungen wie Spreizhose, Schienenversorgungen, Korsett, orthopädische Schuhversorgungen, Gipsschalen zum Schlafen). Selbst auffällige Zeichen wie eine deutliche Schädelasymmetrie sind nicht Grund genug, an eine Manualtherapie zu denken.
Ich hatte vor kurzem eine Anfrage aus einem Sanitätshaus, was ich von einem Sturzhelm mit eingebauten Druckpunkten halte, um die Asymmetrie des Kopfes zu richten. Die vorstehenden Kopfteile sollen Druck erhalten, um den Schädel zu begradigen. Solche Vorgehensweisen gehören eigentlich dem Altertum an hatte ich gedacht. Da habe ich mich geirrt.
Diesem Fall konnte nach Empfehlung der Manualmedizin geholfen werden. Nach Angaben der Eltern macht der Junge massive Fortschritte. Den angefertigten Sturzhelm hat er nicht akzeptiert. Schon das Berühren des Kopfes mit einer Mütze war bisher nicht möglich.
Nun zu unseren Patienten mit Teilleistungsstörungen mit zusätzlichen Kopfgelenksproblemen in unserem Erfassungsbereich der Frühförderung. Die Teilleistungsstörungen sind in der Entwicklung recht früh zu entdecken. Man muss nur hinsehen. Wie sieht das in den einzelnen Störungen so aus?
Dieses Störungsbild ist eine Umschreibung eines Zustandes, den man nicht genau diagnostizieren kann. In den bildgebenden Verfahren sieht die Hirnsubstanz gesund aus. Medizinisch gibt es kaum ein organisches Problem zu sehen. Die Funktion der Hirnareale zeigt massive Reizleiterprobleme nach außen. Hierbei wäre Manualtherapie eine riesige Hilfe um die Reizleitungsstörungen zu verbessern.
Ein großes Problem dieser Kinder ist hierbei die Tonusregulationsstörung. Die Spannung der Muskulatur ist immer in einer Ebene der Aktivierung hoch (hyperton) und fällt in der Ruhephase genau ins Extrem (hypoton). Die Kinder sind nicht fähig die Spannung der Muskulatur in ein harmonisches Miteinander zu bringen. Agonist und Antagonist können nicht miteinander funktionieren. Wie sieht das Ganze nun aus? An einem Fall möchte ich die Problematik vorstellen:
Chris wurde nach einem Geburtsstillstand spontan geboren. Er war ein unruhiges Baby. Mit der U3 wurde eine Asymmetrie (Schiefhals) festgestellt. Es kam zu einer Überweisung zur Krankengymnastik. 30x wurde nach Bobath geturnt, danach war Chris optisch gerade. Ich lernte Chris im Alter von knapp fünf Jahren kennen als Geschwisterkind eines meiner Patienten. Spontan sah ich eine extremen Zehenspitzengang mit einer Hypotonie im Bereich der Extremitäten. Rotation, Gleichgewichtsverlagerungen, Überkreuzen der Mittellinie waren nicht möglich. Er hat rasante Kompensationen entwickelt.
Bei einem Manualbehandlungstermin in Salzgitter wurde Chris mit vorgestellt. Nach der Behandlung stand er zum Erstaunen aller Anwesenden spontan auf dem ganzen Fuß. Dieser Zustand war leider nicht von langer Dauer. Wir haben dann über Reflexzonentherapie am Fuß versucht den Tonus zu senken. Alle Versuche hatten nur kurze Wirkung. Seit Jahren wechseln Manualbehandlung und (manuelle) Krankengymnastik sich ab. Eine Zeit lang geht es ganz gut, dann ist der alte Zustand wieder dominant. Chris wird zusätzlich mit pädagogischer Frühförderung begleitet.
Bei der Schuluntersuchung kam dann die Diagnose ZKS: das war für die Eltern erst einmal ein Schock. Chris zeigt kognitiv gute Leistungen. Er ist ein intelligentes Kind. Sein Problem ist die Motorik. Auffälliger Spitzfußgang mit Tendenzen zur Hyperaktivität. Die Asymmetrie geht bis in die Kiefergelenke. Er trägt seit Jahren eine Zahnspange.
Sein Schulweg ist sehr beschwerlich. Theoretisch kann er alles. Muss die Leistung schriftlich erbracht werden gibt es riesige Probleme. Hausaufgaben sind das große Kampfthema. Die Frustration bei Chris ist klar. Er rastet ganz schnell aus und kann genauso schnell vom Lachen zum Weinen wechseln. Wutausbrüche sind an der Tagesordnung. Bis zu vier Stunden täglich ist er mit der Anfertigung der Hausaufgaben beschäftigt. Da kann man schon die Wut kriegen. Das Schriftbild ist die reinste Katastrophe. Kraftdosierung und Krafteinsatz kann er schlecht steuern. Da wir ja eine Leistungsgesellschaft sind muss die Familie dafür sorgen, dass die Aufgaben erfüllt werden. Und damit haben wir jetzt ein großes Problem. Die großen Klassenarbeiten tragen derzeit die Note 5. Jetzt sind wir in der Gesellschaft hochgradig auffällig. Solche Fragen wie Sonderschule sind schon aufgetaucht.
Im Rahmen der Betreuung sprachen wir oft über das Hauptproblem von Chris' Intelligenz verbunden mit motorischer Unfähigkeit. Neben Manualbehandlung müsste er noch andere Therapien verfolgen, bei denen er für seine Probleme profitieren kann. Mir fällt spontan die Ergotherapie zur Verbesserung der Wahrnehmung und Koordination ein oder Psychomotorik, wo er unter Gleichbetroffenen seine Schwierigkeiten überwinden kann. Selbst die Gabe von Ritalin ist schon vorgeschlagen worden um Chris zur Ruhe zu bringen. Dieses hat der Arzt abgelehnt. Jetzt sind wir in der 5. Klasse. Das Halbjahreszeugnis steht vor der Tür. Die Note 5 wird zum Hauptproblem. Das Gesamtproblem schieben die Eltern bis heute vor sich her. Das Argument - wann sollen wir mit Chris noch einen Behandlungstermin machen, er macht so lange Hausaufgaben - kann ich gut verstehen. Wenn der zusätzliche Termin aber eine Hilfestellung bei der Überwindung seiner Schwierigkeiten sein kann, solltet ihr es tun.
Nach der Manualtherapie ist er über kurze Zeit immer besser konzentriert. Er erfüllt seine Aufgaben schneller und ist immer ruhiger, also deutlich positiver. Ständige Behandlungen sind auch nicht des Rätsels Lösung, aber derzeit die effektivste Hilfestellung. Vierteljährlich stellen wir Chris unserer Sprechstunde für Manualmedizin vor. Danach erfolgt eine Rezeptlänge (manuelle) Krankengymnastik und nach drei Monaten beginnt das ganze Schauspiel von vorn. Die Masse an Kompensation zieht die Behandlung hier extrem in die Länge.
Wie sieht sein Störungsbild derzeit aus?
Chris ist ein typisches Kind mit ZKS. Es gibt viele solcher Kinder bei uns in der Frühförderung mit ähnlichen Verläufen. Sie haben alle eins gemeinsam: die Diagnose ZKS mit den dazu gehörenden Problemen.
Die Manuelle Therapie ist für Kinder mit ZKS nach meiner Erfahrung mit dieser Behandlung eine riesen Hilfestellung. Durch den Behandlungseffekt der Tonussenkung verbessert sich über eine Zeit die Gesamtsituation der Kinder. Sie können positive Erfahrungen machen. Positiverlebnisse sind so wichtig. Ein so genanntes Aha-Erlebnis kann die totale Veränderung bringen. Das Kind lernt mit seinen Problemen zu leben. Bis dahin ist es ein weiter Weg mit vielen Hindernissen.
Eine frühe Diagnostik wäre ein Traum. Je eher wir die Kinder entdecken, um so weniger müssen sie Kompensationen entwickeln um doch ihr Ziel zu erreichen. Die Behandlung dieser Kompensationen macht die Behandlung so schwierig. Die aufgestauten Frustrationen wären nicht so massiv und damit gäbe es geringere Verhaltensprobleme. Manuelle Therapie gehört bei uns in der Frühförderung Salzgitter mit in das Behandlungskonzept bei zentraler Koordinationsstörung.
Bei diesem Störungsbild haben die Kinder ein herabgesetztes Gefühl für Tiefensensibilität. Sie kompensieren über ein hohes Vertrauen in ihre optische Wahrnehmung. In der Babyentwicklung sind es Kinder, die immer interessiert gucken, aber sich nicht bewegen. Bei MCD reden wir über Kinder mit Hypotonie. Diese Patientengruppe ist in der Diagnostik als schwierig zu betrachten. Als Betreuer lassen sich diese Kinder schwer durchschauen. Hierbei kommt es auf die Kompetenz der Betreuer an, wie schnell das Problem erkannt wird.
Vom Verhalten her sehen wir so genannte brave Babys. Sie schlafen viel, essen mehr oder weniger gut und schauen ihre Umwelt nett an. Die Gesamtentwicklung ist verzögert. Sie schleichen der Entwicklungsnorm hinterher. Irgendwann laufen diese Kinder. Die Umweltnorm ist erreicht.
Jedoch ist die Störung bei MCD wesentlich größer. Das Körperschema ist durch Bewegungsmangel unkomplett. Die Kinder kennen nicht die Lage der Extremitäten zum Körper und die Stellung des Körpers im Raum. Die Bewegungserfahrung ist mangelhaft. Kraftdosierung und Krafteinsatz bei Bewegung zeigen Störungen. Diese Kinder zerstören viele Gegenstände durch ihre Unfähigkeit Kraftdosierung und Krafteinsatz zu steuern. Bei fehlender Körperwahrnehmung sind diese Kinder hilflos. Wer sich nicht spürt, weiß auch nicht, wo er sich befindet. Das neurale Gedächtnis kann nicht abgerufen werden.
Bei den Vorstellungen in der Frühförderung fragen wir die bisherige Entwicklung ab. Die Auffälligkeiten sind die eines hypotonen Kindes mit Entwicklungsproblemen. Bei genauerer Betrachtung kommt man auf Manualtherapie als Behandlungsunterstützung. Die bestehende Reizverarbeitung fordert vom Krankengymnasten eine lange Geduldsphase. Diese Kinder brauchen für die Verarbeitung der neuen Situation zwischen drei und sechs Monaten bis ein Behandlungserfolg sichtbar wird.
Der übergeordnete Hirnschaden ist dabei nicht relevant. Die Hypotonie mit der dazu gehörenden Reizleitungsverzögerung stellen das Hauptproblem hierbei dar. Eine Wahrnehmungsstörung gehört automatisch dazu. Wer sich nicht spürt, weiß nicht wo er ist, wo der Körper sich im Raum befindet. Über Kompensation der optischen und akustischen Wahrnehmung kommen die Kinder einigermaßen mit ihrer Umwelt zurecht. Sie machen keine großen motorischen Aktionen und sind eher die Patienten, die vor dem Fernseher und am Computer zum Erfolg kommen. Nach Manualbehandlung dauert es eben seine Zeit, bis sie sich mal ausprobieren. Nicht jede MCD verbessert sich nach Manualbehandlung, aber einen Versuch ist es wert.
Aron wurde im Juli 1996 geboren. Im Alter von ca. sechs Monaten bekam er Krankengymnastik. Er lag zuvor wegen eines Entwicklungsstillstandes im Krankenhaus. Aron zeigte eine extreme Hypotonie ohne eigene Bewegung. Verdacht auf Muskelerkrankung lautete die Diagnose. Nach der ersten Behandlung fing er an sich zu bewegen. Da Manualbehandlung bei uns ein sehr gereiztes Thema darstellt, dauerte es drei Monate bis die Mutter eine Überweisung zum Orthopäden bekam. Noch am selben Tag konnte er krabbeln. Die Blockade in der HWS (Halswirbelsäule) hatte das bisher verhindert.
Die Entwicklung ging jetzt schnell voran. Er paßte sich der altersgerechten Entwicklung schnell an. Es blieben Hypotonie und eine Eigensprache. Eine Vorstellung in Göttingen konnte auch keine Klärung bringen.
Im Rahmen der Betreuung von Aron fiel sein Bruder Jonas auf. Seine Sprache ist nicht verständlich. Auch er zeigt eine Hypertonie. Sein Entwicklungsstand ist auf der gleichen Stufe wie bei seinem Bruder, obwohl er zwei Jahre älter ist. Beide bekommen Frühförderung. Beide werden manual behandelt. Da sie durch die Hypertonie sehr sturzgefährdet sind, kommt es schnell zu neuen Problemen.
Kinder mit Dyspraxie leiden nicht an einem reinen motorischen Problem sondern an einer komplexen Organisationsstörung der Handlung. Sichtbar ist es an der Unfähigkeit willkürlich koordinierte Bewegungen auf ein Ergebnis zu zielen. Die Schwierigkeiten liegen hierbei nicht in der Ausführung von Bewegung sondern in der Bewegungsplanung. In dieser Phase verfügen sie nicht über das so genannte "feedback" (Bewegungserinnerung). Bewegungsvorgänge, selbst wenn diese häufig wiederholt werden (wiederholte motorische Erfahrung), können schlecht automatisiert werden.
Die Dyspraxie ist eine motorische Aufnahmestörung; sie betrifft den Einsatz neu erlernter Fähigkeiten. Diese Kinder werden als plump und ungeschickt beschrieben. Sie scheitern an den geringsten Alltagsanforderungen. Bei zusätzlichen räumlichen Wahrnehmungsstörungen verbunden mit Dyspraxie sind sie unfähig Tiefe und Entfernung einzuschätzen. Sie sind hochgradig unfallgefährdet.
Kinder mit Dyspraxie sehen wir in der Frühförderung häufiger. Beim Zusammentreffen mit Problemen aus dem Bereich der Asymmetrie sind es diese Patienten, die einem Manualtherapeuten vorgestellt werden. Durch Manualbehandlung kann eine Verbesserung in der Reizleiterverarbeitung erreicht werden. In der Krankengymnastik wird bei diesen Kindern das Bewegungsrepertoire auf ein Minimum reduziert, Handlungsplan und Abläufe programmiert durch ständige Wiederholung. Auf das Erlernte kann das Kind mit Dyspraxie aufbauen.
Kognitiv sind diese Kinder gut und können über Willen ihre Probleme angehen. Nach Manualbehandlung sind Verbesserungen in der Körperwahrnehmung zu erwarten sowie eine verbesserte Reizverarbeitung. Solche Patienten sollten immer für Manualbehandlung vorgesehen werden, da sie in ihrer primitiven Motorik verharren.
Bei uns in der Frühförderung sehen wir solche Kinder mehr im Bereich der Ergotherapie auf Grund ihres Alters. Wir sehen Fallverläufe in unseren Teamberatungen, wo jeder Kollege besonders schwierige Kinder den gesamten Team vorstellen kann. Das gesamte Team kann dazu Stellung nehmen und Behandlungsmöglichkeiten vorschlagen. Dabei ist die Manualtherapie bei uns eine gängige Behandlung.
Diese Störungsform hat in den letzten Jahren massiv zugenommen. Ein Hauptproblem ist, dass mit unseren Kindern heute wenig gesprochen wird. Sie sättigen sich vor dem Fernseher. Sprachentwicklungsverzögerung im Rahmen der Teilleistungstörungen unsere Patienten ist nur eine Auffälligkeit von vielen. Die Betroffenen haben nicht nur ein Problem mit der Sprache. Diese Form gehört auch zu allen anderen Teilleistungsstörungen.
Sprache ist abhängig von der gesamten Körperhaltung. Eine sehr wichtige Funktion hat hierbei die Stellung des Beckens. Die Fähigkeit einer guten Beckenbeweglichkeit ist ausschlaggebend für die Stellung des Kopfes. Bei fixiertem Becken ist die Funktion der Kopfbeweglichkeit eingeschränkt. Wir sehen häufig Patienten mit starker Rumpfhypotonie. Dabei ist das Gewicht des Kindes beim Sitzen hinter der Körperseitlinie, als Kompensation muss die HWS weit retrahiert werden. Der Mund kann nicht geschlossen werden. Die Sprache ist kraftlos und verwaschen. Die Unfähigkeit seitliche Gewichtsverlagerungen zu machen verhindert auch seitliche Zungenbewegungen.
Der Zusammenhang der Motorik zur Beweglichkeit von Zunge und Mund ist enorm. Die Kinder, die Probleme im Bereich Sprache haben, zeigen auch motorische Probleme. Die seitliche Blockade ist wieder ein Hinweis auf Manualtherapie. Kopf- und Beckengelenke sind bei vielen dieser Kinder blockiert. Nach Manualbehandlung sollten diese Kinder im Bewegungsbereich zusätzlich gefördert werden. Eine Bewegungserfahrung mit Gesang wäre gut. Sprachtherapie in Verbindung mit Atemtechniken kann schnell eine Verbesserung im Bereich Sprache bewirken.
In der Frühförderung Salzgitter sehen wir viele Kinder mit auffallender Sprache. Nach Befundaufnahmen haben wir Kopfgelenksbefunde besonders bei Kindern mit noch starkem Speichelfluss und fehlendem Mundschluss, ebenso bei den hypotonen Kindern. Auch bei Kindern mit Bewegungsmangel ist der Befund zu finden. Patienten mit Sprachentwicklungsverzögerung haben Störungen in mehreren Entwicklungsbereichen. Da die Sprache erst mit drei bis vier Jahren beurteilt wird, sehen wir diese Kinder in der Regel nicht eher.
Im Rahmen meiner Tätigkeit als Krankengymnastin im mobilen Dienst habe ich den Vorteil, Betroffene recht früh zu erfassen. Da ich in meiner Vorgehensweise seit 25 Jahren zur Manualmedizin ein gutes Verhältnis habe, kommt es bei meinen Patienten schon recht früh zur Empfehlung dieser Behandlung. Daher sind bei meinen kleinen Patienten im Alter von Null bis sechs Jahren die sprachlichen Defizite nicht so massiv wie bei den Schulkindern. Ein sehr frühes Eingreifen in sich anbahnende Störungen verhindert massive Ausprägungen. Der Regelfall ist bei uns die Vorstellung im Vorschulalter oder nach der Schuluntersuchung. Die daraus resultierenden Behandlungszeiten sind daher auf Grund des Alters sehr lang.
Michel ist mein Neffe; auf Grund der Verwandtschaft ist der Weg zu einer Manualbehandlung sehr schwierig gewesen. Es kann nicht sein, dass er auch eine Störung hat war der Vorwurf. Nach der Geburt trug Michel lange eine Spreizhose, weil seine Hüfte auffällig war. Nach der Behandlung wurde der Mutter gesagt, dass jetzt alles in Ordnung sei.
Als Baby zeigt Michel eine deutliche Seitenbevorzugung die eine Entwicklungsverzögerung mit sich brachte. Er konnte ohne Hilfe nicht sitzen und wollte auch nicht auf die Füße gestellt werden. Im Alter von 13 Monaten verordnete der Kinderarzt Krankengymnastik. Ich durfte ihn betreuen. Der Hinweis auf Manualtherapie wurde einfach überhört. Er lernte trotz riesiger Schwierigkeiten das Laufen mit ca. 16 Monaten. Häufige Stürze begleiteten seine weitere Entwicklung.
Es entwickelte sich im Laufe der Zeit ein Innenrotationsgang. Michel stürzte über seine eigenen Beine. Eine orthopädische Vorstellung erbrachte eine Einlagenversorgung, die sein Problem nur etwas verbesserte. Diese Behandlung ist nicht weiter verfolgt worden. Mit der U8 wurde das Problem ganz auf das Symptom der Sprachentwicklungsverzögerung gerichtet. Sprachtherapie soll jetzt alles verbessern. Da bei den KISS-Kindern die Sprachentwicklungsverzögerung genau so ein Symptom wie die Hypotonie ist, kam es wie erwartet zu einer Behandlung über Jahre.
Nach zwei Jahren Logopädie ohne große Verbesserung der Sprache hatte ich meine Schwester endlich überzeugt, mich nach Dortmund zur Manualtherapie zu begleiten. Die Schuluntersuchung brachte noch einmal einen Hinweis auf die Sprachentwicklungsverzögerung. Ich hatte Probleme meinen eigenen Neffen zu verstehen, und das obwohl ich ständig mit behinderten Kindern zu tun habe, bei denen die Sprache noch schwerer zu verstehen ist.
Der Befund für Michel ergab eine Missbildung in der knöchernen Anlage der oberen Kopfgelenke. Für mich war es ein Befund, den ich erwartet hatte. Bei der Schwere der Sprachstörung konnte nicht nur eine Verschiebung der Situation in der HWS die Ursache sein. Es erfolgte die Manualbehandlung. Nach kurzer Zeit traten Besserungen in der Sprache auf. Die Sprachtherapie ging für zwei Jahre weiter. Es war eine Quälerei.
Im Sommer 1998 habe ich Michel zum Kinderarzt begleitet. In Absprache ist die Logopädie erst einmal beendet. Michels Sprache ist noch immer nicht optimal. Die Körperspannung ist hypoton. Daraus resultiert die fehlende Kraft in der Aussprache. Durch die Fehlbildung in der HWS zeigt er wenig Gesichtsmotorik.
Michel hat trotzdem Spaß an der Sprache. Er redet ständig und hat immer etwas mitzuteilen. Diese Eigenart kann für ihn nur von Vorteil sein. Es ist eine ständige Übung für seine Muskulatur. Um ihn körperlich zu unterstützen bekommt er jetzt Nancy-Hilton-Einlagen. Diese Einlagen fördern von den Füßen her, über eine Vorgabe der Belastungspunkte beim Gehen zusätzlich seine Haltung. Die Konzentration kann wesentlich verbessert werden. Die Zeit wird zeigen, welche Verbesserungen zu erreichen sind.
Kinder mit Dyslexie sind nur ein Beiwerk unserer Patienten. Dyslexie gehört auch zu allen anderen Teilleistungsstörungen auf Grund der motorischen Probleme. Man findet selten Kinder die nur Schreibprobleme haben. Die Vorstellung solche Patienten zur Manualtherapie ist abhängig von der Kompetenz des Therapeuten. Wer Manualtherapie kennt, wird auf jeden Fall einen Behandlungsversuch starten, wenn neben der Dyslexie noch andere Probleme stehen.
Auch bei der Hyperaktivität haben wir es nicht nur mit dem Problem der ständigen Aktion zu tun. Hier ist Ursachenforschung angesagt. Das große Wort - warum ist das Kind so - sollte hier im Vordergrund stehen. Eine genaue Anamnese wird erstellt, die Familie nach Auffälligkeiten abgefragt und die ärztliche Begleitung über Rücksprache mit dem betreuenden Kinderarzt und die Durchsicht der U-Hefte abgesichert. Das genaue Problem muss herausgefiltert werden.
Eine große Anzahl der Hyperaktiven ist nach Manualbehandlung deutlich ruhiger. Nur eine genaue Beobachtung dieser Patienten führt einen erfahrenen Therapeuten zur Manualtherapie. Die Motorik bei Bewegung und in Ruheposition sollten gegenüber gestellt werden. Eine häufige Situation dieser Kinder ist eine Hypotonie in der Grundhaltung. Sie müssen ständig bewegen um die Haltung nicht zu verlieren. Bei Bewegung sind sie hyperton. Eine Mittellösung gibt es nicht.
Wir reden hier von einer Tonusregulationsstörung verbunden mit Verhaltensproblemen. Solche Patienten sind für Manualtherapie zu empfehlen. In der Regel ist es mit einer Behandlung nicht getan und es sind Begleittherapien wie Krankengymnastik, Ergotherapie, Frühförderung oder Psychomotorik je nach Alter der Kinder und Behandlungsbedarf notwendig.
Hyperaktivität ist ein Riesenproblem für die betroffenen Familien; Elternarbeit ist hier sehr wichtig. Mit den ständigen Aktionen der Kinder sind die Eltern überfordert. Kann Manualtherapie helfen, ist sie eine große Entlastung für die Familie. Bevor ich einem Kind Ritalin gäbe, würde ich immer eine Manualbehandlung versuchen. Zuvor habe ich als Krankengymnastin meinen genauen Befund erstellt, wobei ich immer die Funktion der Kopfgelenke teste, die Beweglichkeit der Wirbelsäule und die Funktionen der Beckenbeweglichkeit (Kippung und Aufrichtung). Sie haben hier eine sehr bedeutungsvolle Funktion und einen besonderen Stellenwert. Beurteilung von Bewegungsqualität und -quantität sind dominant.
Ohne diese Bewegungen hat der gesamte Körper ein Problem. Das Kind kann sich den Bewegungen nicht anpassen. Bei hyperaktiven Kindern finde ich oft eine Kopfgelenksblockade mit Blockierungen in der BWS (Brustwirbelsäule) und im Beckenbereich. Die Asymmetrie läuft durch. Diese Kinder empfehle ich für Manualbehandlung. Als Betreuer ist es nur gut zu wissen, dass es diese Behandlungsmöglichkeit gibt und wer mit diesen Patienten Erfahrung hat. Das Kind kann nur profitieren von qualitativ guter Diagnostik.
Dieses Bild beschreibt einen Zustand der abhängig ist von der Art der Störung. Die sensorische Integration des Körpers ist nicht in Funktion. Es gibt viele Formen der Störung: taktil, vestibulär, tiefensensibel, akustisch, visuell und Empfindungsstörungen.
| Störung | Auswirkung |
|---|---|
| taktil | Über- oder Unterempfindlichkeit bei Berührung der Körperoberfläche |
| vestibulär | Störungen der Wahrnehmung des Körpers im Raum, Stellung der Gelenke; bei Bewegung ist nicht bewusst - wo bin ich? - , Gleichgewicht kann nicht angepasst werden |
| tiefensensibel | erst festes Anfassen kann erfasst werden |
| akustisch | Hören ist eine sehr wichtige Fähigkeit zur Orientierung im Raum, bei akustischen Problemen fehlt die Raumorientierung des Kindes |
| visuell | durch Probleme am Auge kommt es zu Problemen der Erfassung von Struktur, Menge, Größe, Farbe und Figur der Umwelt |
| Sensibilitätsstörung | heiß, warm, feucht, trocken, usw. können nicht erfasst werden |
Unser Körper funktioniert optimal über Erfahrung von Bewegung, Reizaufnahme, Reizleitung, Reizverarbeitung, Reizantwort. Auf jeden Reiz egal welcher Qualität gibt es eine Reizantwort. Kommt es zu Problemen in diesen Möglichkeiten reden wir von Wahrnehmungs- bzw. Sensorischen Integrationsstörungen. Die Reizaufnahme, Weiterleitung, Verarbeitung und Reizantwort zeigen Probleme über die Bewegungsqualität des Kindes an. Dazu erschwerend kann ein zusätzliches Asymmetrieproblem sein, da die Störung dann einseitig noch stärker gestört wird.
Als Behandler muss man gut entscheiden können, ob der Betroffene ein Patient für Manualbehandlung sein kann, wenn eine zusätzliche Blockade dazu gehört. Finde ich bei solchen Kindern ein KISS-Problem empfehle ich Manualbehandlung. Nach der Manualbehandlung zeigen diese Kinder eine wesentlich verbesserte Verarbeitung von Reizangeboten. Die Möglichkeit der Bewegung ist verbessert. Diese Veränderungen werden sehr schnell auch von den Eltern entdeckt. Der Alltag der Familien wird dadurch entlastet. Das neurale Gedächtnis dieser Kinder kann eine intensive Behandlung erfahren.
Bei vielen Kindern mit sensorischer Integrationsstörung ist eine Verbesserung nach Manualbehandlung bei uns in der Frühförderung bekannt. Die Entwicklung dieser Kinder nach der Behandlung geht in eine positive Richtung.
Ich lernte Philip im Alter von acht Monaten kennen. Krankengymnastik wegen Entwicklungsverzögerung war die Überweisungsdiagnose. So ein Kind wie Philip hatte ich noch nie betreut. Er zeigte eine deutliche Asymmetrie des gesamten Körpers. Außer Rückenlage konnte er nichts. Das größere Problem an Philip war das Unvermögen angefasst zu werden. Er hat die ganze Zeit geschrien. Den Eltern gab ich den Rat nach Dortmund zu fahren und ihr Kind manualbehandeln zu lassen. Zuvor hatten wir Philip in unserer Kindersprechstunde in Salzgitter behandelt. Es waren kleine Verbesserungen als Ergebnis der Behandlung zu erkennen.
Die Vorstellung in Dortmund ist erfolgt. Danach traten die ersten Erfolge in der Motorik auf. Der erste Zugangskanal für die Behandlung erfolgte über Akustik. Die Ohren konnten als Aufnahmekanal verwendet werden. Musik zur Beruhigung war ein gutes Mittel. Alles was Töne erzeugte forderte seine Aufmerksamkeit. Motorisch war es jetzt möglich die Bauchlage anzubieten, wobei er einen Unterarmstütz entwickelte. Philip kann hingesetzt werden.
Ein großes Problem bleibt weiterhin seine Gesamtentwicklung. Der Bereich der Hände steht nicht zur Verfügung. Sie können inzwischen geöffnet werden; der Daumen ist dabei nur ein kleines Stück aus der Hand zu bewegen. Die meiste Zeit ist er eingeschlagen. Philip greift keine Gegenstände an. Greifen und Begreifen stehen in direktem Zusammenhang für Lernen. Hier hat er kaum Möglichkeiten zu entwickeln.
Philip ist inzwischen 18 Monate alt und es sind nur kleine Fortschritte zu sehen. Er bekommt Krankengymnastik und Frühförderung. Das Hauptproblem bleibt weiterhin seine massive Wahrnehmungsstörung in sehr vielen Bereichen. Taktil und tiefensensibel kommt man nur mit sehr starkem Druck an ihn heran. Er läßt sich nur sehr fest in die Hände fassen. Stimmt der Druck von meiner Seite nicht fordert er über das erneute Hinhalten der Hände die Wiederholung. Ist der Druck nicht ausreichend, steigt er über Abwehr aus. Ähnlich ist es im Beinbereich. Es kommt regelmäßig zu Stillständen in seiner Entwicklung, so dass er häufiger manualbehandelt wird.
Diese schleppende Entwicklung und die Situation, das er keine Nacht schläft, führte zur Empfehlung einer Rehabilitationskur in der Nähe von Nürnberg. Philip schläft ca. eine Stunde tief; wird der Schlaf dann oberflächlicher beginnt er zu schreien. Er läßt sich mit keinen Tricks beruhigen. Im Schnitt ist es bis zu sieben Mal pro Nacht so. Die Rehakur erfolgte im August 1998 und brachte eine Beruhigung der Situation im Bereich der Motorik. Nach intensiver Manualtherapie bei Dr. Pfaffenrot mit Begleitung durch mehrere Therapieverfahren erreichte Philip mit zwei Jahren das Krabbeln und das Laufen. Wenigstens dieser Bereich konnte beruhigt werden.
Nach wie vor spürt sich Philip schlecht oder gar nicht. Am deutlichsten zeigt er es im Schlaf. Nach langer Beobachtung bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass wenn er aufwacht Philip nicht weiß, wo er ist. Schreien ist die beste Alternative. Er brüllt so lange, bis er die Orientierung hat und kann dann wieder hingelegt werden. Ohne Manualtherapie wären wir an diesem Punkt seiner Entwicklung noch nicht angekommen.
Insgesamt ist für alle Betroffenen zu sagen, es ist nicht unbedingt die Behandlung des Kindes im Vordergrund, sondern die Familiensituation. Durch die Andersartigkeit dieser Kinder sind sie in ihrer Umgebung auffällig. Sie passen nicht in das perfekte Bild unserer heutigen Zeit. Die Familie muss in erster Linie erst einmal beruhigt werden. Das Störungsbild wird herausgefiltert und intensiv erklärt. Gemeinsam mit den Eltern werden Behandlungsmöglichkeiten besprochen, die für das Kind eine Verbesserung bringen können. Manuelle Therapie ist nach meiner Erfahrung mit solchen Kindern in den meisten Fällen eine große Hilfestellung, da einige Probleme danach wesentlich verbessert sind und die Kinder Erfolgserlebnisse für sich in den verschiedensten Bereichen haben können.
Wenn ein Störungsbereich sich verbessert, ist der Familie viel geholfen. Manuelle Therapie ist bei diesen Kindern immer eine gute Behandlungsform.
Stand: Juni 1999
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